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Abschleppkosten

Abschleppkosten

Wenn das Fahrzeug stehen bleibt und abgeschleppt werden muss, kommen unterschiedliche Kosten auf Sie zu. In Zeiten des Internets und der relativen Transparenz kann man die Kosten miteinander vergleichen. Viele Fahrzeughalter sind Mitglieder von Automobilclubs, die die Abschleppkosten übernehmen oder günstig anbieten. Mittlerweile haben auch eine Reihe von PKW-Herstellern eigene Assistance-Partner, die ein Abschleppen übernehmen. Das Fahrzeug wird dann in die nächste Partnerwerkstatt z.B. von Renault gebracht.

Seit 2016 gibt es die Abschlepp-App MySchleppApp, die für einen Abschleppweg von bis zu 10km zwischen 120 und 210 EUR, je nach Wochentag und Uhrzeit berechnet. Bei bis zu 30km fallen dann schon 180 bis 270 EUR an. Dazu gesellen sich Zuschläge, z.B. für den Einsatz von Hilfsmitteln.

Wenn Sie Mitglied in einem Automobilclub sind, können Sie sich auf dann abschleppen lassen, wenn Sie mit einem anderen Fahrzeug unterwegs sind als Ihrem eigenen. Z.B. wenn Sie sich ein Fahrzeug bei einem Bekannten geliehen haben.

Im Falle eines nicht selbst erschuldeten Unfalls trägt die gegnerische Versicherung die Abschleppkosten.

Wichtige Abschleppregeln

Wenn das Fahrzeug liegen geblieben ist und man die Abschleppkosten sparen will und vielleicht ein netter Verkehrsteilnehmer seine Dienste anbietet, muss man ein paar wichtige Regeln beachten:

  • Natürlich der Fahrer des ziehenden Fahrzeugs eine für dieses Fahrzeug gültige Fahrerlaubnis besitzen. Im gezogenen Fahrzeug muss dann jemand sitzen, der in der Lage ist, das Fahrzeug zu lenken und die Bremsen zu bedienen. Derjenige muss nüchtern sein und erwachsen, muss aber nicht unbedingt eine gültige Fahrerlaubnis besitzen.
  • Ein Fahrzeug, das noch selber fahren kann, darf auf keinen Fall abgeschleppt werden. D.h. wer liegen geblieben ist, weil ihm der Sprit ausgegangen ist, darf sich nicht bis zur nächsten Tanke ziehen lassen.
  • Fahrzeuge mit Allradantrieb und/oder Automatikgetriebe sollten bevorzugt mit der sogenannten Abschlepp- oder Hubbrille an der Antriebsachse oder noch besser komplett verladen transportiert werden. Viele PKW-Hersteller erlauben jedoch eine bestimmte Schleppstrecke, die meistens im Betriebshandbuch des Fahrzeugs zu finden ist. Bei Automatikgetrieben ist die 50/50 Regel anzuwenden. Max. 50 km Distanz mit maximal 50 km/h dürfen zurückgelegt werden.
  • Das Abschleppen eines Kraftfahrzeugs nur zum Zweck des Motorstarts wird auch als Anschleppen bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine Sonderform es Abschleppens: der Fahrer des gezogenen Fahrzeugs braucht auch hier keine Fahrerlaubnis. Nachdem der Motor wieder läuft, muss das Abschleppseil wieder abgehakt werden und der Fahrer ohne Fahrerlaubnis muss aussteigen.
  • Bei Fahrzeugen über 4t zulässiger Gesamtmasse muss die Abschleppstange zum Einsatz kommen. Ein Abschleppseil geht dann nicht mehr.
  • Sind bei dem liegengebliebenen Fahrzeug die Bremsen kaputt, darf ebenfalls nur mit fester Abschleppstange abgeschleppt werden.

Tipps zum richtigen Abschleppen

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