Kfz-Gutachten aus Berlin von Autoexperte Tino Scheibner

Fahrerflucht

Fahrerflucht kann ein Fluch sein: Der Fahrer flucht garantiert im Nachgang, denn wenn er dabei erwischt wird, verliert er seinen Führerschein und damit womöglich seinen Job, wenn er mit Fahren seinen Lebensunterhalt bestreitet. Dabei wollen wir nicht die Opfer verhöhnen – Fahrerflucht ist kein Kavaliersdelikt – ich rede hier nicht nicht von den fürchterlichen Unfällen,  bei denen jemand verletzt wird oder sogar zu Tode kommt und er Schuldige keine Hilfe leistet, sondern einfach wegdüst. Die meisten Fälle von Fahrerflucht betreffen das Wegfahren nach einer leichter Sachbeschädigung: ein Außenspiegel wird beim Ausparken beschädigt, der Lack eines anderen Fahrzeugs zerkratzt. Man muss auch in diesen scheinbar kleinen Schadensfällen vor Ort bleiben und den anderen Fahrzeughalter persönlich informieren.

Ein Sorry-Zettelchen reicht nicht

Das gut gemeinte Zurücklassen eines Zettels mit den Worten “Sorry” reicht nicht! Wenn man gesehen wurde und bei der Polizei verpfiffen, hat man sich der Fahrerflucht schuldig gemacht. Wenn man nicht gesehen wurde, übrigens auch. Einem Bekannten ist das neulich selbst passiert und auch Sie kennen solche Fälle bestimmt: Beim Ausparken hat der Mercedes Kleinlaster einen parkenden PKW touchiert und einen Gummistreifen auf dem Lack hinterlassen. Der Mercedes-Fahrer hatte es eilig und den Schaden gar nicht bemerkt und ist auf und davon. Der Halter des touchierten Fahrzeugs hat es beobachtet und mit dem Handy für die Ewigkeit festgehalten. Es kam zur Vorladung und zum Gerichtsurteil: 30 Tagessätze á 29 € und drei Monate Pappe weg. Nun ist der Mercedes-Fahrer ausgerechnet Paketbote und damit raus aus dem Weihnachtsgeschäft und wahrscheinlich auch weg vom Fenster, was seine weitere Karriere als Fahrer angeht. Mehr zum Thema Fahrerflucht lesen Sie hier!.

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