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Achtung, Wildsau!

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Achtung, Wildsau!

Immer mehr Wildschweine sterben bei Verkehrsunfällen

Sie können richtig schnell laufen und in Tempo-30-Zonen wurden sie schon gleichauf mit PKWs gesehen. Sie werden immer zutraulicher und sie vermehren sich wie die Karniggels und lieben ihr Berlin: Die Wildschweine. Leider sind sie auch nur Menschen und verursachen jede Menge Unfälle und gehen im Ernstfall auch dabei drauf. Die Tendenz ist steigend: Auf den Straßen Berlins und Brandenburgs werden immer mehr Wildtiere getötet. Dem Deutschen Jagdverband (DTV) zufolge kamen in Berlin im Jagdjahr 2016/17 insgesamt 300 Wildtiere bei Verkehrsunfällen ums Leben, in Brandenburg waren es sogar 5 030. Im gleichen Zeitraum davor waren es in Berlin 240 Tiere, in Brandenburg 4 260. Die Steigerung ist also enorm und es trifft immer mehr Autofahrer.  60 Prozent der Unfälle in Stadt und Land verursachten Wildschweine. Bundesweit lag ihr Anteil an den insgesamt getöteten 228 000 Wildtieren im Jagdjahr 2016/2017 bei gerade einmal zwölf Prozent. d.h. die Quote bei uns ist viel höher als andernorts. Häufigster Unfallverursacher war mit mehr als 80 Prozent bundesweit das Reh.

Brandenburg ist ein Wildschweinland, kann man im Internet lesen. Der RBB oder die Berliner Zeitung zitieren da die Sprecherin des Landesjagdverbandes Brandenburg, Helge von Giese. In dem Bundesland gebe es deutlich mehr Wildschweine als anderswo, sogar tagsüber seien oft Tiere zu sehen. Auch für die Bundeshauptstadt sehe es nicht besser aus. In Berlins Wäldern leben viele Wildschweine. In Großstadtnähe ist es recht mild und es gibt genug zu futtern. Außerdem werden die Berliner Wälder von vielen Verkehrstraßen durchzogen. Dadurch steigert sich das Unfallrisiko. Wenn es einmal nicht so viele Eicheln und Bucheckern wie in anderen Jahren gäbe, müssten die Tiere ihre Gebiet erweitern und dabei auch vermehrt Straßen queren. Im Jahr der großen Trockenheit, 2018,  dürfte da in diesem Winter ein Problem auf uns zukommen. In der Tend ereignen sich Wildunfälle häufiger in der dunklen Jahreszeit. Darum müssen Autofahrer jetzt besonders aufmerksam sein.

Das ist nach einem Unfall zu tun:

Statistisch geschieht alle paar Minuten ein Unfall, in den ein Wild verwickelt ist. In der Dämmerung und vor allem im Herbst und Winter sind die meisten Tiere auf Straßen unterwegs.

  • Der Unfallort muss zunächst gesichert werden. Dann ist unverzüglich die Polizei zu benachrichtigen. Diese verständigt dann den Jagdpächter. Von dem bekommt man später eine Unfallbescheinigung, um bei seiner Versicherung nachweisen zu können, dass ein Wildschaden entstanden ist
  • Das verletzte Tier sollte nicht angefasst werden. Die Mitnahme ist für Autofahrer nicht erlaubt – egal ob das Tier tot oder lebendig ist.
  • Um den Schaden ersetzt zu bekommen, benötigt man eine Teil- oder Vollkaskoversicherung, Eine Kfz-Haftpflichtversicherung allein reicht nicht aus!

Interessanter Link von 2018 zum Weiterlesen: https://www.gdv.de/de/medien/aktuell/zahl-der-wildunfaelle-so-hoch-wie-noch-nie-36172

 

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