Der Herbst ist da!

Vorsicht, Herbst!

Oh Schreck! Für Fahranfänger eine Herausforderung, für geübte Fahrer immer wieder eine Umstellung: der Herbst ist da. Glätte, Nässe, Blätter auf der Fahrbahn, tiefstehende Sonne, Nebel, Niesel, Wildwechsel – für Autofahrer ist der Herbst eine einzige Herausforderung. Jetzt müssen Sie noch mehr aufpassen als sonst.

Alles liegt im Nebel: schön ist der Herbst und gefährlich obendrein!

Nebel, Sturm und plötzliche Straßenglätte. Der Sommer, dieses Jahr gefühlt gar nicht richtig da gewesen, ist vorbei. Es ist Herbst. Neben der gesteigerten Vorsicht im Straßenverkehr ist das auch Zeit, Ihr Auto auf Vordermann zu bringen. Die Scheibenwischer sollten ohne Schlieren reinigen, Wischwasser und Kühlmittel müssen jetzt der Kälte trotzen, mit dem nötigen Frostschutz versehen sein. Denken Sie daran, das Laub zu entsorgen. Es sammelt sich vorne unter der Motorhaube. Wer die Blätter nicht rechtzeitig entfernt, riskiert, dass Wasserabläufe verstopfen.

Alles so schön feucht hier

Sind die Autoscheiben ständig von innen beschlagen? Dafür gibt es mehrere mögliche Gründe: Mit Ihren nassen Straßenschuhen kommt Feuchtigkeit in den Wagen. Es können Dichtungen können defekt oder Wasserabläufe verstopft sein, Könnte es sein, dass der Innenraumfilter durch Blätter verstopft ist. Das passiert vor allem, wenn Sie unter Bäumen parken. Garagenparker haben es da besser!

Apropos Laub! Bitte langsam fahren: Herbstlaub in Verbindung mit Nässe macht Straßen zu rutschigen Teppichen.

Auch ist der Herbst die Zeit der Nebel. So schön sie anzuschauen sind, sie machen Sie fast unsichtbar. Am besten Licht den ganzen Tag anlassen! Reduzieren Sie auch das Tempo. ABS und aller technischer Schnickschnack hebelt nicht die Gesetze der Physik aus: Sichtweite gleich Geschwindigkeit, also 50 Meter gleich 50 km/h. Die Nebelschlussleuchte bitte nur bei Sichtweite unter 50 m einschalten. Sie blenden sonst die anderen Verkehrsteilnehmer. Unter 50 m Sichtweite gilt ein Höchsttempo von 50 km/h.

Längere Bremswege

Neben dem Laub können jetzt auch Erdklumpen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf der Fahrbahn von Landstraßen zusätzliche Gefahren verursachen. Also besser Fuß vom Gas und Abstand halten. Der Bremsweg wird länger. Wenn es stürmt, sollte man sein Auto wegen herabfallender Äste nicht unter Bäumen parken. Besonders Pappeln gelten als Gefahr, sie brechen leichter.

Meist kreuzt nicht nur ein Reh die Straße, sondern eine ganze Rotte.

Der Herbst ist die Hochsaison für Wildunfälle. Jetzt gilt: Beim Aufprall mit 50 km/h entwickelt ein Wildtier das 25-fache seines Eigengewichts! Wenn Sie auf eine 50 kg schwere Wildsua auffahren, ist das so, als wenn Sie gegen ein 1 t schweres Objekt donnern würden.

Das Verkehrszeichen „Wildwechsel“ nicht ignorieren, Tempo verringern, bremsbereit sein und im Zweifel lieber stumpf ins Wild fahren als ausweichen.